Kräuterpension am Wald
 Kräuterpension am Wald    

Pflanzenkurzportraits

Nachfolgend werden wir zeitnah unsere wichtigsten heimischen Heilkräuter vorstellen.

 

       Die Knoblauch(s)rauke *(Alliaria petiolata)

          Das kleine Knoblauch-Meerrettich-Senf-Wunder am Wegesrand

 

Verwendungszweck: Salat, Quark, Suppen, Smoothies, Pesto

Verwendbare Pflanzenteile: Blätter, Wurzeln, Samen

Geschmack: Blätter: knoblauchartig, Wurzeln: meerrettichartig Samen: senfig-pfeffrig

Botanischer Name: Alliaria petiolata

Pflanzenfamilie: Brassicaceae, Kreuzblütler

Wirkung: leicht antibiotisch, blutreinigend, verdauungsfördernd, immunsystemstärkend

Inhaltsstoffe: Senfölglykoside, Vitamin A + C, Saponine, Mineralstoffe

 

Die Knoblauchrauke ist unser ältestes, bekanntes einheimisches Gewürz.

Sie gehört der Familie der Kreuzblütengewächse oder Kreuzblütler (Brassicaceae) an.

Was kann man von ihr alles essen?

Alle Teile (Wurzeln, Blätter, Blüten und Samen) sind essbar. Die in ihr enthaltenen Senfölglykoside stärken das Immunsystem und wirken nachweislich gegen Krebs. Außerdem wirken Saponine, die Vitamine A +E und zahlreiche Mineralstoffe stärkend.

Die Wurzeln schmecken wie Meerrettich, die Blätter nach Knoblauch und die Blüten und Samen knoblauchartig-leicht pfeffrig.

Verwechslung möglich?

Verwechslung ist möglich mit dem auch heilkräftigen Gundermann/Gundelrebe. Zerreibt man die Blättchen, verströmen diese einen typischen Knoblauchgeruch.

Wo finde ich sie?

Man findet die Knoblauchrauke besonders häufig an Waldrändern/Wegrändern von humosen, lehmhaltigen Wäldern (Halbschattenpflanze).

Im Garten angepflanzt samt sie sehr schnell aus und befindet sich daher schnell im ganzen Außenbereich. Das ist wunderbar für uns Menschen, aber auch für verschiedene Schmetterlinge wichtige Nutzpflanze und daher im naturnahen Garten absolut empfehlenswert.

Wie erkenne ich sie?

Die Pflanze hatte eine lange, weiße Pfahlwurzel.

Die bodennahen ersten Blätter haben rundliche, nierenförmige Blätter. Sie sind dunkelgrün bis violett gefärbt mit einem langen Blattstiel.

Im Laufe des Frühlings und Frühsommers streckt sie sich und aus den (bis zu 100 cm hohen Stängeln) wachsen nunmehr eher dreieckig bis herzförmige Blätter.

Die Pflanze blüht mit zahlreichen weißen Kreuzblüten, aus denen sich dann Samenschoten mit zunächst grünen dann kleinen schwarzen Samen entwickeln.

Die Knoblauchrauke ist meist zweijährig.

Wie verwende ich sie in der Küche?

Aus den Samen kann man selber Senf herstellen oder die kleinen Körnchen in die Pfeffermühle füllen. Hat man sehr viele Samen zur Verfügung könnte man hieraus sogar Öl gewinnen.

Die Blätter im ersten Jahr sind nierenförmig, buchtig gekerbt. Man kann aus ihnen sehr gut ein Pesto bereiten. Natürlich sind sie auch lecker in Quarks, Kräutertoppings, Suppen, Rohkostsalaten, Smoothies etc. Beim Trocknen verlieren sie leider ihr Aroma. Einfrieren ist möglich. Später im Jahr nehmen dann die Bitterstoffe zu.

Wie wird sie landläufig noch benannt?

Knoblauchhederich, Lauchkraut; Knoblauchskraut                

 

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© Heidrun Quintino